ÜBER KoBAlt

KoBAlt wurde von Erik Vater als Beratungstelle zum Thema Freilernen gegründet.

Bei Bedarf stehen aktuell zwei weitere Berater, ein Rechtsanwalt und ein Mediator zur Verfügung.

Weitere Informationen zu unserem Konzept finden Sie unten.

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Erik Vater
Netzwerk und Beratung

  Foto: E. Vater

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Melanie Jokubeit
Verwaltung

  Foto: M. Jokubeit

Ich lebe seit etwa 20 Jahren in Jena, habe hier Physik studiert und bin Vater von zwei Kindern - der Große ist 10 Jahre und unbeschult. Ich war im Waldkindergarten Jena und mehrere Jahre als Lehrer für Physik und Mathematik an Waldorfschulen tätig. Seit 2016 bin ich im Vorstand des BVNL e.V. Ich baue math.-naturwiss. Mitmach-Stationen für Science-Center, gebe diverse Workshops und biete Beratung und Unterstützung im Bildungsbereich an. Seit 2021 arbeite ich als Lehrer und Mentor in einer Freien Lerngruppe.

Für KoBalt bin ich für die Koordination innerhalb der Beratungsstelle zuständig sowie als Berater und Begleiter tätig.

„Lernen ist oft nicht das Ergebnis von Unterricht. Es ist vielmehr das Ergebnis einer ungehinderten Teilnahme an einem sinnvollen Umfeld.“ Ivan Illich

Ich lebe mit meinen Zwillingstöchtern und meinem Mann in Hamburg. Meine Töchter bilden sich zur Zeit selbstbestimmt mit der Unterstützung des Off-Campus-Programms der Clonlara School. Ich arbeite als Vertriebs- und Kommunikationstrainerin.

Ich bin Mitglied beim BVNL e. V. und bringe mich bei KoBAlt im administrativen und Planungs-Bereich ein.

Zudem unterstütze ich das KoBAlt-Team in Beratungen gerne mit meinen kommunikativen Fähigkeiten aus dem Bereich Gewaltfreie Kommunikation.

Ich kümmere mich bei KoBalt um die Verwaltung und die Website.

„Was man lernen muß, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut.“ Aristoteles

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N. N.
weitere Aufgaben

  Bild: pixabay

Wir werden unser Team demnächst erweitern...

Konzept

Unser Verständnis von Bildung ist, dass sie vielfältig und individuell erfolgt. Der Schulbesuch ist einer von vielen Wegen sich zu bilden. Wir sind für die Abschaffung der Schulpflicht, weil Bildung ein Grundbedürfnis ist, zu dem niemand verpflichtet werden muss. Selbstbestimmt die eigenen Bildungswegswege zu gehen muss nicht heißen, dass ein Schulbesuch nicht in Betracht kommt. Im Gegenteil - wir würden uns freuen, wenn sich junge Menschen in Schulen wohl fühlen und das erhalten, was ihnen z.B. laut Thüringer Schulgesetz §2 versprochen wird:
(1) "Die Schule fördert den Entwicklungsprozess der Schüler zur Ausbildung ihrer Individualität, zu Selbstvertrauen und eigenverantwortlichem Handeln."
(2) "Die Schulen sind im Rahmen ihres Bildungs-und Erziehungsauftrags zur individuellen Förderung der Schüler als durchgängiges Prinzip des Lehrens und Lernens verpflichtet."
 
Das Konzept von KoBAlt baut auf zwei Säulen auf:

Kontaktstelle: Über KoBAlt bekommen Familien und beruflich Beteiligte, wie z.B. Lehrer, Schulleiter, Mitarbeiter in Jugend- und Schulämtern, einen ersten Kontakt zu den Themen Alternativen zum Schulbesuch und Bildung ohne Schule. Weiterhin vermittelt KoBAlt zwischen Familien und Beteiligte.
 
Beratungsstelle: KoBAlt bietet ein Beratungsangebot zu verschiedenen Themen an. Dieses Angebot umfasst Infos, Hinweise auf Literatur, wissenschaftliche Studien und Erfahrungsberichte. Darüberhinaus empfehlen wir an Teamer/Berater weiter, die sich zu bestimmten Themen spezialisiert haben.
Wir möchten an dieser Stelle daraufhin weisen, dass KoBAlt keine professionelle Rechtsberatung anbieten kann. Wir vermitteln jedoch gern an kompetente Rechtsanwälte.


Visionen

Unser Ziel ist es, Familien bei der Wahl ihrer Bildungswege die Angst zu nehmen und brauchbare Alternativen zum verpflichtenden Schulbesuch zu schaffen und zu etablieren. Dabei möchten wir in konstruktivem Austausch mit Schulen und Ämtern sein.



Was bedeutet "Freilernen"?
von Melanie Jokubeit und Erik Vater

Freilernen - das ist: Bildungsentscheidungen selbstbestimmt zu treffen.
Es ist eine innere Einstellung.
Es bedeutet, sich frei zu entfalten und zu bilden.

"Selbstbestimmt" heißt in dem Sinne, dass Du selbst - und niemand anders - darüber entscheidest wann, wie, wo, mit wem und von wem Du lernen möchtest.

Es kann aber auch bedeuten, dass es um die Frage geht, welche Schulform zu Dir und Deinen Bedürfnissen am besten passt.
So kann Selbstbestimmte Bildungsentscheidung die Frage beinhalten, ob es die Montessori-, die Waldorf-, die demokratische Schule, die Grund- bzw. Stadtteilschule oder das Gymnasium ist, das am besten zu Dir passt.

Eine Form des Freilernens ist "Unschooling" - unbeschultes Leben und Lernen.
Was bedeutet Freilernen im Sinne von Unschooling für uns?

Für uns ist dies die natürlichste aller Bildungsmöglichkeiten. Sie ist uns angeboren und begleitet und über das Schulalter hinaus, jeden Tag bis ins hohe Alter. Wir lernen die Dinge, die uns interessieren, die wichtig für unsere Ziele sind oder die uns aus unserem täglichen Tun heraus zur Fähigkeit werden.

In diesem Sinne kann ein Mensch jeden Alters ein Freilerner sein.

Kleine Kinder sind ganz automatisch Freilerner. Kinder wollen Dinge erreichen, also strecken sie sich danach und stehen irgendwann auf ihren eigenen Füßen. Sie wollen sich mitteilen und mit uns kommunizieren, also lernen sie irgendwann sprechen. Wenn sie größer werden, entwickeln sie irgendwann von ganz alleine Interesse an Buchstaben, Zahlen, Lesen und Schreiben.

Freilernen bedeutet für uns Lernen mit selbst vorgegebener Richtung, mit selbstgestecktem Ziel, aus uns selbst heraus (intrinsisch) motiviert und vor allem unter der Abwesenheit jeglichen Drucks von außen.

"Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass Bildung etwas ist, das uns zur Verfügung gestellt wird, und zu der Vorstellung übergehen, dass Bildung etwas ist, das wir selbst schaffen." - Stephen Downes

"Bildungserfahrungen können jederzeit, an jedem Ort und bei jeder Gelegenheit gemacht werden. Bildung  ist nicht gleichbedeutend mit Unterricht oder anderen formal geplanten Abläufen." Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre, S. 13