ÜBER KoBAlt

KoBAlt wurde von Erik Vater als Beratungstelle zum Thema Freilernen gegründet.

Bei Bedarf stehen aktuell zwei Berater, ein Rechtsanwalt und ein Mediator zur Verfügung.

Weitere Informationen zu unserem Konzept finden Sie unten.

Zur Zeit ist diese Website eine Baustelle...

Konzept

Unser Verständnis von Bildung ist, dass sie vielfältig und individuell erfolgt. Der Schulbesuch ist einer von vielen Wegen sich zu bilden. Wir sind für die Abschaffung der Schulpflicht, weil Bildung ein Grundbedürfnis ist, zu dem niemand verpflichtet werden muss. Selbstbestimmt die eigenen Bildungswegswege zu gehen muss nicht heißen, dass ein Schulbesuch nicht in Betracht kommt. Im Gegenteil - wir würden uns freuen, wenn sich junge Menschen in Schulen wohl fühlen und das erhalten, was ihnen z.B. laut Thüringer Schulgesetz §2 versprochen wird:
(1) "Die Schule fördert den Entwicklungsprozess der Schüler zur Ausbildung ihrer Individualität, zu Selbstvertrauen und eigenverantwortlichem Handeln."
(2) "Die Schulen sind im Rahmen ihres Bildungs-und Erziehungsauftrags zur individuellen Förderung der Schüler als durchgängiges Prinzip des Lehrens und Lernens verpflichtet."
 
Das Konzept von KoBAlt baut auf zwei Säulen auf:

Kontaktstelle: Über KoBAlt bekommen Familien und beruflich Beteiligte, wie z.B. Lehrer, Schulleiter, Mitarbeiter in Jugend- und Schulämtern, einen ersten Kontakt zu den Themen Alternativen zum Schulbesuch und Bildung ohne Schule. Weiterhin vermittelt KoBAlt zwischen Familien und Beteiligten.
 
Beratungsstelle: KoBAlt bietet ein Beratungsangebot zu verschiedenen Themen an. Dieses Angebot umfasst die Beratung und Begleitung von Familien, in den Kinder nicht zur Schule gehen. KoBAlt bietet auch eine professionelle Rechtsberatung an. Außerdem erhalten Sie von uns allgemeine Infos zum Thema Freilernen, Erfahrungsberichte sowie Hinweise auf Literatur und wissenschaftliche Studien.
Darüberhinaus können wir externe Berater empfehlen, die sich zu bestimmten Themen spezialisiert haben sowie kompetente Rechtsanwälte, die Erfahrung in der Vertretung von schulfreien Familien haben.



Visionen

Unser Ziel ist es, Familien bei der Wahl ihrer Bildungswege die Angst zu nehmen und brauchbare Alternativen zum verpflichtenden Schulbesuch zu schaffen und zu etablieren. Dabei möchten wir in konstruktivem Austausch mit Schulen und Ämtern sein.



Was bedeutet "Freilernen"?
von Melanie Jokubeit und Erik Vater

Freilernen - das ist: Bildungsentscheidungen selbstbestimmt zu treffen.
Es ist eine innere Einstellung.
Es bedeutet, sich frei zu entfalten und zu bilden.

"Selbstbestimmt" heißt in dem Sinne, dass Du selbst - und niemand anders - darüber entscheidest wann, wie, wo, mit wem und von wem Du lernen möchtest.

Es kann aber auch bedeuten, dass es um die Frage geht, welche Schulform zu Dir und Deinen Bedürfnissen am besten passt.
So kann Selbstbestimmte Bildungsentscheidung die Frage beinhalten, ob es die Montessori-, die Waldorf-, die demokratische Schule, die Grund- bzw. Stadtteilschule oder das Gymnasium ist, das am besten zu Dir passt.

Eine Form des Freilernens ist "Unschooling" - unbeschultes Leben und Lernen.
Was bedeutet Freilernen im Sinne von Unschooling für uns?

Für uns ist dies die natürlichste aller Bildungsmöglichkeiten. Sie ist uns angeboren und begleitet und über das Schulalter hinaus, jeden Tag bis ins hohe Alter. Wir lernen die Dinge, die uns interessieren, die wichtig für unsere Ziele sind oder die uns aus unserem täglichen Tun heraus zur Fähigkeit werden.

In diesem Sinne kann ein Mensch jeden Alters ein Freilerner sein.

Kleine Kinder sind ganz automatisch Freilerner. Kinder wollen Dinge erreichen, also strecken sie sich danach und stehen irgendwann auf ihren eigenen Füßen. Sie wollen sich mitteilen und mit uns kommunizieren, also lernen sie irgendwann sprechen. Wenn sie größer werden, entwickeln sie irgendwann von ganz alleine Interesse an Buchstaben, Zahlen, Lesen und Schreiben.

Freilernen bedeutet für uns Lernen mit selbst vorgegebener Richtung, mit selbstgestecktem Ziel, aus uns selbst heraus (intrinsisch) motiviert und vor allem unter der Abwesenheit jeglichen künstlichen Drucks von außen.

"Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass Bildung etwas ist, das uns zur Verfügung gestellt wird, und zu der Vorstellung übergehen, dass Bildung etwas ist, das wir selbst schaffen." - Stephen Downes

"Bildungserfahrungen können jederzeit, an jedem Ort und bei jeder Gelegenheit gemacht werden. Bildung  ist nicht gleichbedeutend mit Unterricht oder anderen formal geplanten Abläufen." Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre, S. 13